Porta Nigra

Die Porta Nigra wurde als nördliches Stadttor der dringend benötigten Stadtmauer ab ca. 170 n. Christus erbaut. Im 11. Jahrhundert ließ sich der Mönch Simeon in einer Zelle der Porta Nigra einmauern und lebte dort bis zu seinem Tode als Erimit. Zu Simeons Ehren ließ Erzbischof Popo das Stadttor zu einer Doppelkirche umgestalten. Mit der französischen Besetzung Triers im Jahre 1795 folgte das Ende der Doppelkirchenanlage und die Wiederherstellung des römischen Grundbaus. Der östliche Choranbau (Apsis) aus dem Jahre 1158 blieb bis heute erhalten. Heute ist die 36m breite und 30m hohe Porta Nigra weltweit das am besten erhaltene und gewaltigste römische Stadttor.

Öffnungszeiten

April - September:     täglich 9 - 18 Uhr
Oktober und März:    täglich 9 - 17 Uhr
November - Februar: täglich 9 - 16 Uhr

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Amphitheater

Für die wohlhabende und bedeutende Stadt Augusta Treverorum wurde um 100 n. Chr. mit dem Bau einer Arena begonnen. Das Gesamtausmaß der Anlage betrug 120x145 Meter und fasste auf 3 Rängen mit je 26 Sitzreihen rund um den ovalen Kampfplatz von 75m x 50m rund 20.000 Zuschauern. Der Hang des Petrisberges wurde zur östlichen Tribüne umgebaut. Im 2. Jahrhundert wurde sie beim Bau der römischen Stadtmauer in selbige als östliches Stadttor integriert. Die heute noch sichtbaren Steinkammern in der Mauer dienten der Unterbringung von Tieren und Gladiatoren. Unter der Arena befindet sich ein Keller von dem aus Mensch und Tier mit einem Aufzugsystem auf den Kampfplatz befördert werden konnten. Das Amphitheater ist das älteste, erhaltene römische Bauwerk Triers.

Öffnungszeiten

April - September:     täglich 9 - 18 Uhr
Oktober und März:    täglich 9 - 17 Uhr
November - Februar: täglich 9 - 16 Uhr



Kaisertherme

Die im 3. Jahrhundert erbauten Kaisertherme sind von den drei römischen Badeanlagen in Trier die Jüngsten, aber auch die Imposanteste.  Kein anderer Bau trat dem Forscher durch sein weit verzweigtes, teilweise 2-stöckiges unterirdisches Gängesystem so geheimnisvoll entgegen wie dieses gewaltige Bauwerk. Die Thermenanlage wurde nicht vollends fertiggestellt und der Badebetrieb konnte nur eingeschränkt stattfinden. Von dem einst grandiosem Bauwerk ragt heute nur noch die malerische Ruine des Warmwasserbades empor. So sehen wir heute - so erhaben der Eindruck auch sein mag - nur noch einen Bruchteil der einst 37.000qm großen Gesamtfläche, dessen Haupteingang in Blickrichtung Weberbachstrasse lag.

Öffnungszeiten

April - September:      täglich 9 - 18 Uhr
Oktober und März:     täglich 9 - 17 Uhr
November - Februar: täglich 9 - 16 Uhr


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Adresse: Weberbachstrasse / Südalle / Weimarer Allee,  54290 Trier •  Hotline 0651 / 97808-0

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>>> mehr Informationen bei Touristik-Information (Eintritt, Kosten, Sonderveranstaltungen)

Konstantinbasilika & Kurfürstlicher Palast

Die knapp 33m hohe Konstantinbasilika besteht im Gegensatz zu allen anderen römischen Bauwerken in Trier komplett aus Ziegel. Mit dem Bau wurde wahrscheinlich gegen 310 unter Kaiser Konstantin begonnen. Lange diente sie den römischen Kaisern als repräsentativer Thronsaal. Nach der fränkischen Eroberung der Stadt um 480 wurde die dachlose und ausgebrandte Ruine in eine burgähnliche Palastanlage umgebaut und von Grafen und später den Kurfürsten genutzt. Beim Bau des kurfürstlichen Palais ab 1615 wurde sie in den Schlossbau integriert. Ab 1844 wurde der Umbau wieder Rückgängig gemacht und der römischen Grundbau wiederhergestellt. Seitdem dienst sie als Gotteshaus der evangelischen Kirchengemeinde Triers.

Allgemeine Öffnungszeiten

Januar - März + November:
Di-Sa. 10-12 + 14-16 Uhr, So.+Feiertag 13-15 Uhr
Montag geschlossen

Dezember: Mo-Sa 10-12 + 14-16 Uhr, So+Feiertag 13-15 Uhr

April - Oktober: Mo-Sa 10-18 Uhr, So+Feiertag 13-18 Uhr



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Trierer Dom & Liebfrauenkirche

Trierer Dom: Der Trierer Dom ist die älteste Bischofskirche Deutschlands. Sie ist der Nachfolgebau der konstantinischen Nordkirche, die zusammen mit der Südkirche die größte Doppelkirchenanlage Europas bildete. Ihr Mauerwerk zeigt die einzelnen Bauphasen der vom 4. bis ins 18. Jahrhundert reichende Baugeschichte. Der vor dem Dom liegende, uns bekannte Domstein stammt aus dem römischen Bau des 4. Jahrhunderts. Die heutige Form des Westbaues, mit 2 Haupttürmen und einer wuchtigen Apsis stammen vom Wiederaufbau des 11. Jahrhunderts. Das heutige 10stimmige Turmgeläut zählt zu den schwersten Deutschlands. Liebfrauenkirche: Die Liebfrauenkirche ist der Nachfolgebau der oben erwähnten Südkirche. Ihr Baubeginn lag erst im 13. Jahrhundert. Mit ihr hat der französische Architekt die Hochgotik nach Deutschland gebracht. Sie gilt als älteste, rein gotische Kirche Deutschlands.




© Hohe Domkirche Trier - Foto: Rita Heyen
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Adresse: Liebfrauenstraße 12, 54290 Trier • Telefon Dom: 0651 / 97808-0 - Liebfr. 0651 -170790

>>> mehr Informationen auf Trierer-Original  Trierer Dom  und  Liebfrauenkirche

>>> mehr Informationen erhalten sie bei der Dom-Information Trier  und im Pfarrbüro Liebfrauen

Triererer Hauptmarkt mit St. Gangolf

Das über 1000 Jahre alte Marktkreuz wurde im Jahr 958 durch Erzbischof Heinrich, mit dem Erwerb des Stadtrechts als Hoheitssymbol der erzbischöflichen Machtstellung, als Wahrzeichen des neu eingerichteten Marktes und als Symbol des Marktfriedens errichtet. Die Inschrift auf dem Kreuz lautet: Zum Andenken an die Kreuzzeichen die vom Himmel auf die Menschheit herabgefallen waren, errichtete mich im Jahre der Menschwerdung des Herrn 958, im zweiten Jahres seines Amtes, Heinrich Bischof von Trier; gefolgt von einem Renovierungshinweis aus dem Jahr 1724. Zur gleichen Zeit, als das Marktkreuz errichtet wurde, wurde auch mit dem Bau einer Marktkirche, später St. Gangolf begonnen. Der im 14. Jahrhundert erneuerte Bau ist heute neben dem Dom das älteste Gotteshaus der Stadt.

Adresse: Am Hauptmarkt, 54290 Trier

>>> mehr Informationen auf Trierer-Original (Historisch)  Gangolfkirche  und  Mittelalterliches Marktkreuz

St. Paulin

Der erste Bau wurde im 4. Jahrhundert fertig gestellt und 882 von den Wikingern zerstört. Der folgende Neubau fing im 11. Jahrhundert Feuer und brandte fast vollständig aus. Ihr folgte im 12. Jahrhundert eine kleinere Kirche im romanischem Stil mit 2 Türmen. Dieser Kirchenbau wurde 1674 von den französischen Truppen unter Ludwig XIV samt den Stiftsgebäuden geprengt. Gegen 1734 wurde der Grundstein für die heutige barocke Kirche mit ihrem fast 53m ungewöhnlich hohem Turm gelegt. Von dem ersten Bau aus dem 4. Jahrhundert ist heute nur noch die Kruft mit den Schädeln und Knochenreste der Thebäischen Legion erhalten. Vom romanischen Bau aus dem 12. Jahrhundert ist heute nur noch die Krypta mit dem Sarkophag des heiligen Paulinus aus dem 4. Jahrhundert erhalten

Adresse: Ecke Thebäerstrasse/Balthasar-Neumann-Strasse, 54292 Trier • Hotline 0651 - 270850

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>>> mehr Informationen beim Pfarramt Sankt Paulin

Barbaratherme

Die Barbarathermen haben mit rund 42.500 qm die größte Grundfläche aller Thermen die nördlich der Alpen errichtet wurden. Sie war die zweitgrößte Badeanlage im gesamten Römischen Reichs. Mit dem Bau wurde um 159 n. Chr. begonnen, wahrscheinlich als die bereits vorhanden kleinere Badeanlage am heutigen Viehmarkt der schnell wachsenden Bevölkerung zu klein wurde.Nach Abzug der römischen Verwaltung aus Trier wurde die ehemalige Badeanlage in ein Wohngebäude umgebaut und Jahrhunderte später als Steinbruch genutzt. Als Trier 1673 durch Ludwig XIV besetzt wurde, vielen die letzten übrig gebliebenen oberirdischen Bauteile seinen Sprengungen zum Opfer. Die heute zu erkennenden Mauern sind nur noch die Kellergänge und geringe Teile des Erdgeschosses. 1/3 der Anlage liegt noch unter der Erde und wird durch moderne Bebauung überdeckt. Die Grundfläche betrug 250x170m.

Öffnungszeiten

April - September:     täglich 9 - 18 Uhr
Oktober und März:    täglich 9 - 17 Uhr
November - Februar: täglich 9 - 16 Uhr

St. Matthias

Die Baugeschichte der 75m langen und 23m breiten Matthiaskirche (einst St. Eucharius genannt) begann um 450, als Bischof Cyrillus die Kapelle mit dem Grab des Apostel Matthias durch ein größeres Gotteshaus ersetzten ließ. Dieser Bau erlitt 882 duch die Wikinger schwerste Zerstörungen. Erzbischof Egbert begann im 10. Jahrhundert mit dem Neubau der zerstörten Matthias-Kirche.

Die heutige Gestalt stammt zum größten Teil aus dem frühen 16. Jahrhundert, die Bekrönung der Türme aus dem 18. Jahrhundert. In St. Matthias befinden sich die Gebeine der ersten 3 Bischöfe von Trier; Eucharius, Valerius und Maternus. Und mit dem Grab des Apostels Matthias bewacht die Abtei das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen. 

Igeler Säule

Die Igeler Säule liegt zwar nicht direkt in der Stadt Trier, ist aber nur 15 Fahrminuten von Trier entfernt. (Auf dem Weg Richtung Luxembourg / über Trier-Zewen) Sie ist weltweit das einzige noch vollständig erhaltenen Grabmal seiner Art. Es handelt sich um ein im 3. Jahrhundert errichtetes Grabmal einer reichen Tuchhändlerfamilie der Sekundinier und war ursprünglich farblich gestaltet. Die Gesamthöhe des aus rotem Sandstein gebauten Denkmal beträgt etwa 23m und ist mit reichlichen Reliefs geschmückt. Die Reliefs zeigen verschiedene Szenen aus dem Alltag und Berufsleben der Tuchhändler sowie Szenen aus der Mythologie. 1792 hat Wolfgang von Goethe das Grabmal mit den Worten „als das Merkwürdigste aus dem Nachlass der Römer auf deutschem Boden“ bezeichnet.